airesbuenos arbeit

21 01 2010

canopy..mit seil-durch-regenwald-rutschen :)

canopy..mit seil-durch-regenwald-rutschen 🙂

cesar der freund meines chefs (dieses foto kommt auf speziellen wunsch:))

cesar der freund meines chefs (dieses foto kommt auf speziellen wunsch:))

fischmarkt von valdivia

fischmarkt von valdivia

nachem rudern, mit traumsonnenuntergang

nachem rudern, mit traumsonnenuntergang
mein ruderteam:)einer fehlt auf dem bild

mein ruderteam:)einer fehlt auf dem bild

diesmal kommt statt eines reiseberichts ein aufenthaltsbericht. seit 3 januar habe ich hostel airesbuenos in valdivia meine arbeit aufgenommen. montag bis sonntags arbeite ich hier von 16h bis 24h und sonntag von 8h bis 16h. die nachmittaglichen aufegaben bestehen im prinzip daraus ein paar reservierungen entgegenzunehmen und dafuer zu sorgen, dass die gaeste sich wohl fühlen und die infos bekommen die sie haben wollen, also recht beschaulich. bringt aber ne menge spass. sonntag ist dann arbeit angesagt. die vormittagsschicht ist immer recht anstrengend. betten beziehen, putzen, abrechnen.

wöchentlich habe ich einen freien tag, den normalerweise damit verbringe die nahegelegenen nationalparks zu erkunden. zumindest solange das wetter mitspielt, denn ich habe mir als alte hamburgerin natürlich instingtiv die stadt mit dem meisten niederschlags in ganz chile ausgesucht. aber so langsam ist auch bei uns der sommer eingekehrt und so habe ich letzten freitag einen wunderschönen ausflug in einen nahegelegenen kústenregenwald gemacht. gemeinsam mit einem mädel aus dem hostel. leider hatten wir nach 4 stunden den rundweg beendet, wunderschón durch den regenwald mit ausblicken auf die nahe gelegen vulkane und den pazifik. unser bus fuhr allerding erst später am abend, also schauten wir uns nach einem weiteren weg um und stossen bei unserer suche auf die möglichkeit canopy zumachen. da mein wissen in neuartigen tourisportarten noch nicht so gediegen ist dachte ich , dass das conoe heissen sollte, also kanu und man sich sicherlich verschrieben hatte. hatte man aber nicht und so fanden wir uns eine halbe stunde spaeter in kletterausrüstung wieder, startklar um an einem seil durch die kronen des regenwaldes zu brausen. 60 meter höhe, bis zu 35 km/H und jede menge spass!!

ansonsten habe ich ein neues hobby: ich gehe jeden morgen und an freien tagen abends (daher das foto) zum rudern auf dem rio valdivia. gemeinsam mit einer ca 50 jährigen amerikanerin, die sich hier vor einigen jahren ein ökohüttchen gebaut hat. ausser meinen anfánglichen technischen schwierigkeiten kamen da auch noch einige sprachbarrieren dazu, denn wenn ich auch normalerweise keinproblem mit der spanischen sprache habe so bereitete mir das ruderfachchinesich(was ich ja nochnichtmal auf deutsch behersche) doch einige schwiereigkeiten.deswegen habe ich seit der zweiten stunde meinen eigenen(!) trainer hinter mir sitzen, der alles was der haupttrainer sagt in exakt der gleichen wortahl und geschwindigkeit wiederholt. mit dem erfolg , dass ich nach zweimaligen nachfragen einfach so tue als hätte ich alles verstanden, ein allwissendes „ah sii“ von mir gebe und gucke was die anderen machen.

nach dem rudern schlendere ich meist beim fischmarkt vorbei, bei dem immer eine horde seelówen auf fischköpfe wartet und  der auch ähnlich wie unser fischmarkt alles ausserfischlige verkauft. mittags essen wir dann meist zusammen , mit meinem chef seinem freund und der frau von der frühschicht und um vier beginnt dann meine arbeit.



chile

15 01 2010
sylvester

sylvester

kind in santiago

kind in santiago

sylvester

sylvester

santiago von oben

santiago von oben

ersteinmal auch von mir noch etwas verspaetet ein frohes neues jahr!

ich habe das neue jahr in chile begonnen. kurz nach weihnachten bin ich in bariloche in bus gestiegen und hab mich auf den weg nach valdivia/chile gemacht.

wie bereits beschrieben ist argentinien ja im vergleich zu den meisten suedamerikanischen laendern ein land mit sehr westlichen tendenzen was den wirtschaftlichen fortschritt angeht. chile ueberbietet dies jedoch noch. chile hat sich in den letzten jahren viel verändert. momentan hat chile eine frau an der spitze michelle bachelet (leider nur noch 4 tage, denn diesen sonntag sind wahlen), die so vollkommen untypisch fuer die suedamerkanische kultur ist. erstens die tatsache das sie eine frau ist,in einem männerdominierten kontinent, zweitens alleinerziehend ebenfalls nicht gerade typisch fuer ein land was erst seit 2003 die scheidung legalisiert hat.

jedoch verkoerpert diese frau, die der sozialistischen partei angehoert, was chile in den letzten jahren geworden ist: ein land mit liberaler denkweise und einer vergleichsweise fortschrittlichen demokratie. die wirtschaft boomt und hat chile sogar in die oecd katapultiert (erst seit einer woche). aber natuerlich hat der wirtschaftliche aufschwung seine schattenseiten, so ist das thema umweltschutz eher klein geschrieben und die natur wird ganz schamlos ausgebäutet (minen und rieseige tagebaus) und verschmutzt (luftverschmutzung, verschmutzung der gewaesser durch industrie, und lachszucht). mit der umweltzerstoerung wird auch gleichzeitig der lebensraum der hier lebenden mapuche und anderen indigenen staemmen zerstoert.soviel zunaechst zu chile.

fuer mich hat das neue jahr etwas anders angefangen als geplant. anstatt weiter richtung in norden zu reisen, arbeite ich im moment in einem hostel in valdivia, mittelchile. alles hat mit einem recht kurzen aufenthalt in valdivia kurz nach weihnachten begonnen. ich habe mich in dieser stadt und diesem hostel so wohl gefuehlt, dass ich lust hatte laenger zubleiben und tatsächlich brauchten sie genau fuer den januar noch eine arbeitskraft.

da ich fúr sylvester aber doch etwas mehr leute um mich haben wollte , fuhr ich kurzer hand nach santiago (1000km nördlich von valdivia). eigentlich war der plan nach valparaiso zufahren und gemeinsam mit einer reisebekanntschaft mir das grösste feuerwerk südamerikas anzuschauen. nun kann man sich aber vorstellen, dass ich nicht die einzige mit dieser idee waren und so waren bereits im vorraus alle bus tickets (und die busse fahren alle 10 minuten) ausverkauft.

so blieb mir also nichts anderes als in santiago zu bleiben was sich aber als mindestens genausoschön herausstellte. bereits am sylvestervorabend besuchten wir, eine gruppe von 8 leuten aus verschiedenen erdteilen (und zwei deutschen waldorfschuelern:)) ein riesiges konzert, el concierto por la paz, konzer fúr den frieden, da der weltfriedensmarsch, dessen existens mir bisher ehrlich gestanden unbekannt war, gerade in chile angekommen war.

mit dieser 8er gruppe verbrachte ich dann letzendlich auch einen wunderbaren sylvesterabend. wir kochten zu erst gemeinsam (ganz spektakuläre spaghetti mit noch spektakulärerer fertigtomatensosse, da wir uns leider nicht im bewusstsein waren, das der supermarkt sylvester schon etwas frueher schliesst:))und anschliessend gingen wir, wie zehntausende santaguitos auf die gesperrte hauptavenida um das neue jahr mit einem riesigen, von der stadt veranstalteten feuerwerk zubegrüssen. die ganze zeremonie glich einem riesen karneval und nach spätestestens 10 minuten waren wir alle über und über mit konfetti und schaum übersät.

am neujahrtag, man höre und staune zogen wir trotz einiger katerlicher beschwerden ein straffes (ok, sagen wir einigermassenstraffes) programm durch. so fuhren wir erneut auf einen aussichtsberg. von dort aus hatte man eine spektakuläre sicht auf diese unglaubliche riesenmetropole, allerdings hatte man auch eine etwas unschöne sicht auf diese riesen smokglocke die ueber ganz santiago hängt und grund für eine ständig kratzenden hals ist. am nachmittag besuchten wir das haus von pablo neruda (chilenischer dichter und nobelpreisträger) ebenfalls sehr interressant.

am 2.januar fuhr ich mit dem nachtbus zurueck nach valdivia. seit dem arbeite ich täglich von 16h-24h im hostel, nehme reservierungen entgegen, mache etwas buchhaltung, empfange gäste und ab jede menge zeit:)ich habe inzwischen auch ein neues hobby gefunden, ich geh jetzt jeden vormittag fleissig rudern (mein trainer ist der chilenische rudermeister, weis aber erst seit heute:)). an meinen freien tagen( jewils einer pro woche) erkunde ich die umgebung und die wunderschönen nationalparks.

anfang februar gehts dann weiter richtung norden, zurueck nach argentinien, wo meine alleinige reise ein ende haben wird, denn in salta (nordargentinien) bekomme ich besuch aus deutschland, vincent fährt in drei wochen nach südamerika und wir werden gemeinsam bolivien, peru und equador erkunden:)



28 12 2009
aussicht von bariloche aus

aussicht von bariloche aus

es ist weihnachten und bevor alle im weihnachtlichen braten und kerzenrausch sind hier noch schnell ein bericht der letzten zwei wochen.

ja es sind wirklich schon wieder zwei wochen um. gemeinsam mit sierra fuhr ich also ungefähr vor zwei wochen in mendoza los, wie mmer mit einem bestens ausgestatteten bus (die busse hier sind echt nobel!!) nach circa zwei stunden bemerkte ich meinen grössten fehler: ich hatte meinen schlafsack aus versehen im grossen rucksack im gepäckfach gelassen und da die busunternehmen sich allergösste mühe geben, einem auch im sommer das gefúhl von sibirischen winter zugeben, nahm ich all meinem mut zusammen und fragte ob es denn móglich sei meinen schlafsack aus dem gepäckfach zuholen . es war glücklicherweise möglich und so hatte ich am ende doch noch eine angenehme nacht.

gegen 8h kam ich in neuquen an. neuquen muss einem jetzt nicht direkt etwas sagen, es ist eine stadt mitten in der pampa. aufgrund des rauhen windes wáchst hier kaum ein baum und man kann kilometerweit schauen. aber neuquen hat zwei baechtliche dinge aufzuweisen, zum einen eine ölproduktion, die immerhin 37% der gesamten argentinischen ölförderung ausmachen- und zugegeben auch wenn man natürlich sofort an die umweltbelastungen denken muss-im rauhen patagonien sehen selbst doe ölpumpen am horizont romantisch aus. und die zweite beachtliche sache: in neuquen wurden und werden auch immernoch dinosaurierknochen gefunden. für mich hat die stadt noch eine dritte besonderheit: sie ist mein erster couchsurfingversuch, der, wie ich im nachhinein sagen kann mehr als gut geklappt hat. ich habe bei einem unglaublich netten pärchen gewohnt, habe mit ihnen mate am wunderschönen rio negro getrunken und habe die dinosurierausgrabungsstätten besucht.

nach drei tagen ging es dann weiter nach bariloche, weitere 6 stunden gen süden, also ein katzensprung verglichen mit den bisherigen distanzen. die landschaft der busfahrt war sehr beeindruckend, stundenlang nichts als schier endlose weite und nach circa 4 stunden die ersten berge am horizont.

als ich schlisslich in bariloche ankam traute ich meinen augen nicht ganz_ das sah nicht aus wie argentinien, das sah aus wie die schweiz, schneebedeckte berge ( ok die sind etwas höher als in der schweiz) und davor holzblockhütten und hotels mit namen wie tirol oder edelweiss. nun ja, hier verbringt argentiniens oberschicht also ihren urlaub.

zum glück verlief ich mich gleich am zweiten tag gewaltig, sodass ich etwas von bariloches hinterland sah und feststellte, dass der schein trügt. kaum verlässt man die gepflegte touripromenade beginnt ein schier endlos wirkendes wirrwar aus einfachen hütten zwischen denen die hunde im müll nach essbaren suchen und irgendwie ist dieses bariloche, so eigenartig es auch ist sehr typisch fúr argentinien:eine wunderschöne landschaft und eine stadt die durch pompöse tourismuszonen versucht die armut zu vertuschen.

an meinem zweiten tag sass ich morgens allein am frühstücksstisch im hostel, als sich erst zwei frauen und dann noch ein pärchen zu mir gesellte und sich herausstellte, dass alle aus hamburg kamen.die zwei frauen, beide anfang dreissig fragten mich ob ich nicht lust hätte ein auto zumieten und eine viertagestour durch den nationalpark zumachen- und klar hatte ich lust. so sassen wir1.5 stunden später in einem kleinem roten vw gol (nein, da war nicht das „l“ abgefallen, sondern das auto hiess wirklich so und war eine sparvariante des golf) in richtung nationalpark.

dort verbrachten wir vier wunderschöne fast tourismusfreie tage(bis auf uns, die wir ja selber touris sind). wir liehen uns von unserer herbergsfrau ein boot und schipperten etwas auf einem der vielen türkisblauen seen, bestiegen den vulkan lanin (ok nicht ganz, aber immerhin bis zur scheegrenze) und wanderten durch beeinfruckende w´lder mit mammutbäumen und patagonientannen. (patagonientannen sind diese merkwürdigen tannenbäume, die ihre dicken nadeln direkt am stamm haben, sieht man in deutschland manchmal in spiessigen vorgärten. am letzten tag unserer tour hatten wir die spontane idee nach chile ‚rúberzufahren, da wir schon ganz in der nähe waren. gesagt getan..auf der argentnischen seite war alles leicht, ausreisestempel und ein freundliches „hasta luego“ bis bald…auf der chilenischen seite waren die leute dann plötzlich nicht mehr ganz so freundlich und als wir nachfragten was los sei sagte man uns das der grenzübergang in einer halben stunde schliesse, nun ja das wussten wir nicht. als das ganze prozere durch war( wir dachten zumindest es wäre durch) brausten wir auf die chilenische seite, die natürlich genauso aussah wie die argentinische.also wir dann, wie gesagt eine halbe stunde später zurück wollten, stellten wir fest das wir unser gepäck hätten durchleuchten lassen müssen und das wir so eigentlich nicht wieder einreisen könnten. und das alles aus einer, zugegeben sehr blöden idee heraus. am ende regelte tina, eine der beiden frauen und journalistin, mit ihrem diplomatischen können die situation und wir konnten wieder einreisen. eines haben wir gelernt- mit grenzposten ist nicht zu scherzen!

die letzten zwei tage verbrachte ich in el bolson einer kleinen entspannten stadt in der náhe von bariloche, die eine extra Öko-stadtverwaltung und eine menge biobauernhöfe hat.

inzwischen bin ich zurück in bariloche und werd in meinem kleinen netten hostel weihnachten feiern, wir haben sogar schon glühwein gemacht:) in diesem sinne: „feliz navidad“

meine couchsurferleute, in der náhe der dinoknochenausgrabungsstätte

meine couchsurferleute, in der náhe der dinoknochenausgrabungsstätte

vulkan lanin

vulkan lanin



hinauf zum hoechsten aller berge

10 12 2009
mit felix an der puente de inca,er war den ersten tag unserer wanderung dabei

mit felix an der puente de inca,er war den ersten tag unserer wanderung dabei

beim basislager

beim basislager

der aconcagua(fast 7000m hoch)

der aconcagua(fast 7000m hoch)

sierra und ich
sierra und ich

der letzte tag in mendoza ist gekommen, heute nacht geht es weiter nach neuquen richtung sueden…

die letzten drei tage habe ich in den anden verbracht. die ganze geschichte fing auf einer fahhradtour von weingut zu weingut an. eigentlich sollte diese fahrradtour in einer gruppe mit einem guide stattfinden. nun bin ich kein sonderlicher fan solcher gruppenunternehmungen aber die weingueter mendozas wollte ich mir nicht entgehen lassen.

als ich jedoch in dem weinanbaugebiet ankam war da weder ein guide noch eine gruppe. lediglich eine landkarte ein fahhrad und ich.so fuhr ich alleine zum ersten weingut. dort angekommen traf ich auf ein maedchen dem es genauso ergangen war wie mir und so beschlossen wir gemeinsam die weingueter zu erkunden und wein zuprobieren, vier auf jedem weingut,das der rueckweg dementsprechen schwieriger war als der hinweg, brauch ich nicht zuerwahnen.

nun aber zurueck zur andentour, auf  der fahrradtour stellte sich heraus das dieses maedchen, sierra aus washington(allerdings perfekt spanisch sprechend) ein zelt besitzt und gerne etwaqs in die anden gehen wuerde. gesagt getan zwei tage spaeter sassen wir im bus richtung anconcagua, der hoechste berg amerikas und der hoechste berg nach dem himalaya, mit zwei grossen rucksaecken und dert idee irgendwo am fusse zuwandern. wirkliche informationen zu dem gebiet waren in mendoza leider nicht zubekommen.

wie fuhren circa vier stunden in richtung chile. mit jedenm meter den wir hoeher fuhren wurde die landschaft karger und  die schneebedekten berge naeher.

am aconcagua park angekommen, mussten wir zunaechst 45 euro fuer eine parklizens fuer drei tage bezahlen. im nachh¡inein kann ich sagen, dass sich jeder euro gelohnt hat.

das gelaende war allerdings um einiges haerter als gedacht. und auch das atmen faellt in einer hoehe von 3000 metern sichtlich schwerer.am ersten tag wanderten wir zu einem basislager welches auf 3400m lag. umgeben von reinhold messners, alle von obenm bis unten mit all dem ausgeruestet was ein globetrotterprofishop so hergibt, bauten wir unser mittelklassigen zelt auf und fielen auch sonst durch unsere eher normale kleidung auf. aber wir hatten ja auch nicht vor den aconcagua selber zubesteigen.am abend sowie am naechsten morgen wurden wir medizinisch durchgecheckt um zu sehen ob unser koerper in der lage war noch hoeher zusteigen. er war in der lage und so erklommen wir am naechsten tag witere 1000 meter im schneckentempo und mit sichtlichen atemproblem. und das nicht nur weil die landschaft einfach atemberaubend war sonder weil der sauerstoff gehalt in unserem blut langsam knapper wurde.

aber wie bereits beschrieben haben sich alle muehen gelohnt , denn es ist ein einmaliges erlebnis in solchen hoehengraden zuwander ,wo es nur noch schroffe felsen gibt und die vegetation ein ende hat.



schmuggler, che guevara und hippies

3 12 2009

lang lang ists her seit dem letzten eintrag und ich bin inzwischen in mendoza…

aber alles der reihe nach..vor zwei wochen war mein geburtstag(vielen lieben dank fuer die lieben mail, ich hab aufgrund des fehlemnnden internets leider bis jetzt noch keine beantwortet) und ich habe das erste mal meinen geburtstag in einer affenhitze an einem see verbracht. ich bin morgens gemeinsam mit einer freundin zum lago ypacari gefahren. dort haben wir dann in schatten einer baeume einen wunderschoenen tag verbracht. wegen der hitze fr WIR an verschieden haeusern nach wasser. fast alle dieser hauser beziehen ihr wasser aus eigenen tiefbrunnen. eins dieser haeuser hatte offenar vekeimtes wasser, auf jeden fall lag ich den dnnerstag komplett mit bauchkraempfen im bett.

freitag war ich dank einer ueberdosis paracetamol (das mittel gegen ALLES hier) wieder fit. und so fuhren mein gastbruder und ich morgens los um ordentlich einzukaufen, denn am abend sollte meine geburtstagsparty starten.die feier an sich war sehr schoen, alle nachbarn waren da und ein paar alte freunde aus luque und wir feierten bis in die morgenstunden:)

nun ja die letzten tage in paraguay verbrachte ich damit in luque rumzufahren und mich von allen zuverabschieden

am mittwoch morgen fuhr ich mit dem bus in richtung cordoba (argentinien) los. der bus war noch nicht mal losgefahren, da wurde ich schon zum terere eingeladen und mit der aktuellen tageszeitung versorgt (das sind so die voerteile des alleinreisens:)) meine reisebegleiter arbeiteten, wie sich im laufe der fahrt herausstllte beide in formaosa (einer stadt in arg. ca 150km von der granze entfernt)als—ja als was arbeitet ein paraguayer in argentinien….als einkaeufer und transporteur von sachen aller art, kurz als schmuggler.denn das einzige, so erzaehlt mir der eine mit leuchtenden augen,  was an diesem geschaeft legal ueber die grenze gelangt sind meine zwei begleiter. die waren gelangen ueber anderenm wege nach paraguay.

naja nun weis man das schmuggler in paraguay kein seltener beruf ist  und so bekamen wir kurz vor der grenze jeder eine nagelneue thermoskanne „geschenkt“. als die zollbeamten dann den bus durchsuchten, fanden sie ca 30 nett laechelnde fahrgaeste vor, jeweils mit einer leuchtend roten thermo…was will man da machen? kurz nach der grenze wurden die thermos dann wieder zurueck an seinen besitzer gegeben.soviel zum thema steuerhinterzihung auf paraguayische art.

nun zu cordoba und zu meinem ersten wirklichen hostelerfahrungen.ich teilte mir das zimmer mit zwei jungs, einem tiroler tennislehrer und einem australier, jon, der  als pressesprecher fuer die gruenen in australien arbeitet. das komplette hostel ist wie eine grosse wg, es wird fast ausschliesslich spanisch geredet und abends ist immer high life, man ist zusammen, trinkt zusammen:)und feiert zusammen.

cordoba an sich ist eine recht europaeisch anmutende stadt, allerdings suche ich immer noch nach dem grund warum cordoba als kulturhauptstadt gekroent wurde.

die letzten tage in cordaoba brachten mich ungewollt auf die spuren che guevaras (der einige zeit in der naehe cordobas gelebt hat) sonntag abend schauten wir gemeinsam dem film „das tagebuch des jungen che“ ich kenne den film zwar schon aber finde ihn immer wieder aufs neue sehr schoen. am montag wollte ich dann eigentlich nach mendoza aufbrechen, traf beim fruehstueck aber auf eine franzoesin, die mich fragt ob wir nich gemeinsam nach alta gracia fahren wollten und uns das haus che’s, welches inzweischen ein museum ist, angucken wollen.da ich hier ja komplett frei mit meiner zeit bin sagte ich zu.als wir dort ankamen stellten wir fets dass das museum erst in zwei stunden oeffnen wueder. so schlenderten wir etwas durch das doerfchen und fanden ein kleines cafe und da wir die einzigen waren kamen wir schnell ins gespraech mit dem besitzer. ein wie wir spaeter feststellten recht bekannter dichter der zehn jahre in cuba gelebt hat und nun seine mutter in alta gracia versirgt. und  er war ein guter freund de reisebegleiters che’s. alle die den film gesehen haben wissen wer das ist;) das museum war wider erwarten sehr ineressant und ich bin froh meinen cordoba aufenthalt ein bisschen verlaengert zuhaben.

am naechsten ag fuhr ich dann jedoch immer noch nicht nach mendoza sondern fuehr ebenfalls gemeinsam mit der franzoesin nach san marco, einer art oeko-hippie komune. auf dem weg dorthin trafen wir einen mann der uns die adresse seines freundes in sn marco gab und so verbrachten wir eine nacht in einem sehr freaken haus mit einer menge leute(alles jungs oder maenner, dementspreched sah das auch aus:))die teilweise schon seit zehn jahren am herumreisen sind und sich das geld mit dem verkauf von schmuck verdienen andere die in san marco kleine felder bestellen und honig produzieren..alles in allem ein sehr interesantes dorf.



1 12 2009

nur ganz schnell eine kleine vertroestung der naechste bericht kommt gaaaaanz bald versprochen:)!!!



huehnerherzen und weitere abenteuer

18 11 2009

die letzte woche war meine bisher aktiviste, sodass ich es nun endlich auch geschafft habe mir eine kleine kamera zuzulegen und jemanden zu ueberreden mich auf einer fototour durch meine kleine stadt luque zubegleiten. es war jedoch weitaus schwieriger als gedacht die menschen die ich gerne fotografieren wollte davon zu ueberzeugen, dass ich NICHT im auftrag irgendeiner presseagentur arbeite und ihr bild in keiner zeitung erscheinen wird. am ende gelang es mir einige zu ueberzeugen und es ergaben sich  dazu nette gespraeche.

diese woche gelang es mir  ebenfalls, mit einer freundin eine ausgiebige asunciontour machen. ueber die plaza hippie wo alles kunsthandwerk von lederwaren, ueber schmuck, schnitzereien, bishin zu traditionellen decken und garderobe angeboten wird schlenderten wir weiter in richtung las palmas, die haupteinkaufsstrasse asuncions wo ich schliesslich auch meine kamera erstand.

am abend diesen schoenen tages wurde ich liebenswerterweise zum huehnerherzen essen eingeladen.  freudig wurden mir diese kleinen dinger offeriert mit der bemerkung amanda(eine ausstauschschuelerin , die nach mir in meiner familie gewohnt hat) haette ja nie das typisch paraguayische essen gegessen. aber an mich erinnere man sich immer gerne da ich immer alles gegessen habe (was ja auch figurtechnisch nicht unbemerkt blieb:)). nun ja und was macht man an dieser stelle, wenn sich einem bei dem wort huehnerherzen schon der magen umdreht?…man versucht sich vorzustellen, dass das KEINE huehnerherzen sind,  zwaengt sich acht dieser dinger rein und behauptet dann in deutschland wuerde man nicht soviel zuabend essen..nicht die eleganteste art, aber am ende waren alle zufrieden:)

vom essen nun zur feierei. am freitag war david guetta in paraguay! david guetta ist ein franzoesischer dj und denen, den der name was sagt die wissen, dass sojemand in paraguay natuerlich das absolute highlight ist..nicht das es mir in deutschland im traum eingefallen waere zu einem david guetta konzert zugehen, aber in paraguay ist das natuerlich etwas anderes…nachdem wir circa eine dreiviertelstunde in einem, durch den grossen andrang bedingten stau standen,  konnten wir auf das riesege open air gelaende, ja und da tanzten dann alle zu elektronischer musik als waere es reggaeton oder salsa. allein wegen diesem anblick hat sich der eintritt schon gelohnt…(an dieser stelle eine kleine randnotiz um paraguay fuer ein paar von atraktiver zumachen, letztes jahr war dj tiesto hier und der eintritt hat ungefaehr 7 euro gekostet, jaja paraguay ist on top, was so etwas angeht:))nun aber genug zum thema elektro..typisches haus im kolonialstil in yaguaron

ein erlebnis was hier in paraguay schwer zu toppen ist, war der ausflug nach yaguaron einem felsen von dem man eine wunderschoene aussicht auf das umliegende land hat. um 9 uhr starteten wir (ein maedchen was ich erst kuerzlich hier kennengelernt habe und ich) hier in luque. im gepaeck terere und empanadas. nach circa zwei stunden und drei verschiedenen bussen kamen wir in einem recht laendlichen, aus einer anderen zeit erscheinenden dorf an.  von dort aus wanderten wir zum cerro yaguaron, wie dieser felsblock heist und erklommen saufstiegausblick vom cerrokirche in luquechipa verkaeuferinmelonenverkaeferin diesen strassenimbissen bekommt man so ziemlig alles von empana ueber huenchen bis hamburger..und natuerlich colakamikazebusder markt in luque

gegen 12h, in der mittagshitze den felsen. die muehe wurde aber durch eine wunderbare aussicht belohnt. oben angekommen liessen wir es uns mit terere und empanadas gutgehen und kehrten schliesslich als es sich etwas abgekuehlt hatte zurueck.

p.s ich hab leider keine ahnung warum die fotos derartig komisch verteilt sind und noch dazu ohne bildunterschrift sind…demnaechst werde ich versuchen, dass zu korrigieren aber jetzt bin ich zu muede…



abenteuer am lago ypacara’i

9 11 2009
meine nachbarn rosalia und nestor

meine nachbarn rosalia und nestor

abendliches terere trinken mit nestor

abendliches terere trinken mit nestor

beim terere servieren,sry ich hatte bisher erst einmal meine kamera mit, deswegen ist es immer die selbe person

beim terere servieren,sry ich hatte bisher erst einmal meine kamera mit, deswegen ist es immer die selbe person

blick aus meinem zimmer

blick aus meinem zimmer

die zweite woche ist fast rum und ruft nach einem bericht.
mein dasein ist im moment noch recht ueberschaubar, morgens lese ich oder schau fern, nachmittags treff ich mich zumeist mit leuten im zentrum meiner kleinen stadt luque und abends das trditionelle terere trinken mit den nachbarn.
zwei hoehepunkte hatte diese woche allerdings. der erste kuendigte sich am mittwoch durch dunkle wolken an und kam schliesslich am donnerstag in form eines sinnflutartigen regens. fuer einen hamburger erscheint das natuerlich nicht wirklich spektakulaer aber ich glaube ich habe mich seit drei jahren nicht mehr derartig ueber regen gefreut! inzwischen sind die temperaturen zwar wieder gestiegen jedoch immernoch sehr ertraeglich.

der zweite hoehepunkt war gestern. vier meiner nachbarn und ich sind gestern abend mit wein bepackt los, in richtung lago ypacara’i, ein wunderschoener see circa eine halbe stunde entfernt von meinem wohnort. dank eines jeeps ist es uns moeglich an einen wirklich menschenleeren ort mitten in der walachei vorzudringen. ja und wie wir so versuchen das auto richtig zuparken geht es aus und will auch nicht wieder anspringen. mitten im nix. nach ungefaehr zwei stunden und muehseliger lokaliesierung unseres standortes kommt schliesslich ein freund ebenfalls mit einem jeep um uns zuhelfen. ende gut alles gut moechte man meinen…doch das auto stoppt kurz vor unserem-es hat kein benzin mehr. nun sind wir ein auto und eine person mehr in the middle of nowhere. nach einer weiteren ewigkeit haben wir unserer autobatterie strom uebergeleitet und dem anderen auto das noetige benzin besorgt. den rest des weins trinken wir aus sicherheitsgruenden im zentrum direkt neben einem taxistand:) soweit die anekdoten der letzten woche..

ich hatte letzte woche doch mal wieder das vergnuegen kamikaze bus zufahren und zwar aussendran! ich bin aber wie bereits berichtet sehr vorsichtig geworden und bin kaum mehr alleine unterwegs. es hat etwas paradoxes wenn man nach asuncion faehrt und am strassenrand sich die propagandaplakate der regierung „gemeinsam fuer ein sicheres paraguay“ mit der mercedes benz werbung fuer kugelsichere autos abwechseln. die menschen haben sich nach 60 jahren coloradopartei ( die partei, der auch der ehemalige diktator stroessner entstammt) mit der wahl eines linken priesters einen radikalen wandel vorgestellt, der bis heute leider ausblieb. so gehoert paraguay nach wie vor zu eins der korruptesten laender, die inflationsrate liegt bei 13% und die ueberfaelle haeufen sich auf grund der unzufriedenheit des volkes. das scheint jedoch alles kein grund dafuer zusein um hier die lebensfreude zu verlieren!



erste eindruecke

2 11 2009

so ihr lieben jetzt werde ich mich auch einmal im blogschreiben versuchen…

nun ist die erste woche meiner reise fast herum und ich bin inzwischen in paraguay angekommen.

nach einem doch recht anstrengenden flug in der economy- super- quetsch- klasse der lufthansa bin ich vergangenen dienstag abend in buenos aires gelandet. es folgte sogleich die erste panne aber auch der erste glueckliche zufall: der bankautomat am flughafen wollte mir kein geld geben und so stand ich zunaechst 35km von der innenstadt entfernt ohne geld da. gluecklicherweise hatte ich in flugzeug die bekanntschaft mit einem deutschen studenten gemacht, der wie sich herausstellte ganz in der naehe meines hostels wohnte und voerst die taxifahrt bezahlte.
am naechsten tag wachte ich dank des jetlags super frueh auf so, dass ich sehr viel zeit hatte um zum einen meine busfahrt nach paraguay zu organisieren, zum anderen mit zwei anderen backpacker buenos aires zu erkunden.

nach ein paar schritten unserer erkundungstour gerieten wir sogleich ein eine grosse demonstration die mehr geld fuer bildung forderte.
in argentinien regiert seit einiger zeit eine relativ liberale regierung, welche allgemein von der bevoelkerung sehr kritisch gesehen wird. seit dem grossen boersencrash 2001 in argentinien(der peso stand damals 1:1 mit dem euro, jetzt steht er 5:1), sind viele argentinier hochverschuldet und die jetzige regierung scheint wenig zur unterstuetzung zutun. zwei lustige dinge hat sie allerdings getan und zwar zum einen marihuana legalisiert und zum anderen kurzfristig beschlossen dieses jahr nicht die uhr umzustellen.soweit zu argentiniens politik und zurueck zu meiner reise.

nach einem tag aufenthalt in buenos aires bin ich am donnerstag mit dem bus nach asuncion. nach circa 17std gelangten wir an die grenze und nach weiteren 1,1/2 stunden warten an der grenze bekam ich meinen einreisestempel. in asuncion angekommen holten mich meine gastgeschwister vom terminal ab. inzwischen habe ich schon einige meiner freunde hier wieder getroffen, abends sitze ich mit den nachbarn zusammen, wir trinken terere und erzaehlen uns geschichten aus der zeit meines ausstausch jahres.
dank der verschlechteterten sicherheitslage hier ( paraguay hat seit einem jahr das erste mal eine linke regierung, welche aber noch nicht richtig etabliert ist) komme ich nicht mehr so oft in den genuss der kanikazebusse sondern werde viel mit dem auto gefahren.es ist inzwischen 40grad hier(!) aber man gewoehnt sich an alles..