inzwischen zu zweit in bolivien
lagune
geysire in der abendkaelte
unsrere zweite unterkunft
- salar de uyuni
lang lang ists her und dank dieses merkwuerdigen blogs ist es nun der dritte anlauf den bericht weiter zufuehren.
um keinen zu langweilen, den anfang in kurzformat…
da nach dem erdbeben, fuer ungefaehr zwei wochen keine busse mehr verfuegbar waren, trampten wir, ein schwedisches maedchen und ich nach salta, argentinien. nach 8 heissen und staubigen stunden an der sollstation fanden wir aendlich jemanden der uns in seinem truck mitnehmen wollte. inzweischen hatte sich ein argentinischer backpacker zu uns gesellt und so fuhren zu dritt ueber einen wunderschoene pass nach argentinien.
in salta verbrachte ich ca 1,5 wochen, reiste in die quechua doerfer im norden, wo man zumeist die letzten kilometer laufen musste so abgelegen lagen sie. um den sueden des departamento salta zu erkunden mietete ich mir mit zwei norwegern ein auto, mit dem wir drei tage herumfuhren.
von salta gings dann nach paraguay, wo ich mich mit vincent traf. gemeinsam fuhren wir abermals nach argentinien um uns die iguazu wasserfaelle anzuschauen. anschliessend verbrachten wir eine woche bei meiner familie in paraguay…und dann ging es weiter nach bolivien und nun etwas ausfuehrlicher.
unsere erste station nach 24stunden busfahrt und mindestens viermal aus dem bus raus, passport vorzeigen und wieder in den bus rein, war tarija. eine an sich relativ unspektakulaere weinstadt im sueden boliviens, das einzigt nette, wir waqren die einzigen touris, wurden aber auch sogleich als „gringos“ komisch angeguckt. die bolivianer scheinen nicht so herzlich zu sein, wie die argentinier und paraguayer, so war zumindest unser erster eindruck. und da es uns in tarija nicht so gefiel machten wir uns auf den weg nach tupiza, klingt aehnlich war es aber zum glueck nicht.
tupiza war eine kleines dorf umgeben von bergen und erodierten felsgebilden. hier mieteten wir uns mit zwei anderen maedels einen jeep plus fahrer und koch und machten uns auf den weg richtung uyuni, einer groessen salzwueste. die ersten tage ging es auf 4000 bis 6000 metern vorbei an vulkanlandschaften und lagunen in den flamingos umherstolzierten. da ich die hoehe leider doch nich so gut vekraftete wie zuvor angenommen, wurde ich gleich am ersten tag hoehenkrank, ein zustand den ich weis gott keinem wuenschen will. zappelnd wie ein spastiker und unkonntroliert vor mich hi9n heulend erreichten wir die erste uebernachtungsmoeglichkeit. bei einer quechuafamilie, ohne elektrizitaet aber mit einem unheimlichen wissen ueber die verschiedenen heilkraeuter. so wurde mir ein pupusatee verabreicht, eine kleine pflanze, die nur ueber 2000 metern zu finden ist. dank dieses wunderkrauts ging es mir bald besser und ich kam um die, bei hoehenkrankheit ueblichen chemieklopper, bei denen kurzsichtigkeit und unfruchtbarkeit nur zwei der unendlich erscheinenden nebenwirkungen sind.
die naechsten tage war ich dann fit wie ein turnschuh und gedopt mit coca und pupusa. den letzten tag erreichten wir dann die salzwueste und mit ihr auch andere touristen, aber nicht ein oder zwei jeep waren hier anzutreffen, nein ich zaehlte insgesamt 60!! nichtsdesto trotz war dieses kilometer grosse salzfeld beeindruckend.

vulkanlandschaft
in uyuni stadt( oder besser gesagt dorf) angeko9mmen, sahen wir zu, dass wir so schnell wir moeglich weiterkamen, da es hier nur so ueberquoll von touristen. eine nacht blieben wir und dann gings weiter nach potosi.
potosi ist in ein schock und zwar nicht nur wegen der hoehe (potosi ist mit ueber 4000 metern die hoechste stadt der welt) sondern auch wegen dem „berg der maenner frisst“ wie die einheimischen den cerro rico nennen. seit der eroberung der spanier wird dieser berg, an dem potosi erbaut wurde, ausgenommen.allein waerend der kolonialzeit sollen ueber 8millionen sklaven ihr leben im cerro rico gelassen haben. und bis heute sterben zahlreiche minenarbeiter entweder in den schaechten, durch unvorsichtige explosionen oder ausserhalb der schaechte an einer staublunge. heute gibt es zwar kein silber mehr, dafuer schuerfen taeglich 2000 minenarbeiter unter immernoch mittelalterlichen bedingen nach zink und anderen metallen. die schaechte sind unbelueftet und zumeist unzureichend gesichert. um uns ein bild von den minen zumachen, machten wir eine der inzwischen haefig angebotenen minentour mit. als eintritt brachte man den minenarbeitern koka, dynamit (ueberall in der stadt frei erhaeltlich) und softdrinks mit. ausserdem bezahlt man einen guide, einen ehemaligen minenarbeiter. meine minen erfahrung dauerte allerdings nur 10 minuten, da ich in den duncklen schaechten solche angst bekam, dass ich wieder ans tageslicht musste.
nach dieser schockierenden und zugleich interessanten erfahrung fuhren wir nach sucre, was wenige wisdsen, die offizielle hauptstadt bolivien. sucre ist eine reiche stadt mit riesigen kolonialbauten, schoen um sich ein paar tage zu erholen. danach gings weiter nach la paz und hier sind wir nun seit drei ragen dabei diese chaotische stadt zuerkunden.
Hey Claudia,
wunderschöne Bilder! Weiter viel Spass und tolle Erlebnisse. Und passt auf Euch auf (hört sich zum teil durchaus gefährlich an was Du da schreibst 😉
Lieben Gruß aus der Heimat.. Stephan