lang lang ists her und jetzt kommt aendlich wieder ein bericht…
um keinen zu langweilen, den letzten monat nur in kurzform…
da ich nicht die einzige war die in diesen tagen von chile nach argentinien wollte waren bereits alle busse voll, und das fuer die naechsten zwei wochen..also beschlossen meine schwedische mitreisende und ich unser glueck mit einem lkw zu versuchen. geschlagene acht stunden verharrten wir an der zoll station..es kamen auch eine menge lkw aber leider keiner nach salta, argentinien..es wurde abend und unsere hoffnung schwand immer mehr..inzwischen waren wir schon zu dritt, ein argentinier hatte sich zu uns gesellt, als wir aendlich jemanden fanden, der allen ernstes nach argentinien wollte, kleines manko, leider erst am naechsten morgen. kurz ueberlegten wir noch ob wir an der zollstation uebernachten sollten, aber ein wachtmann machte uns recht deutlich verstaendlich, dass das auf jeden fall nicht ginge…so taperten wir zurueck nach san pedro dorf um uns ein hostel zu suchen. am naechsten morgen fuhren wir allen ernstes um 8h morgens los, ueber einen wunderschoenen bergpass nach salta.
in salta verbrachte ich ueber eine woche, mietete mir mit zwei norwegern ein auto um die wunderschoenen schluchten zu erkunden und fuhr noch einmal alleine los um mir die kleinen quechua doerfer im norden anzugucken. mit einem kleinen wackeligen mikrobus ging es gen norden, die letzten drei kilometer mussten gelaufen werden, so abgelegen waren die doerfer..wunderschoene doerfer, wo man das gefuehl hat, die zeit sei stehen geblieben.
nach einer woche fuhr ich dann abermals nach paraguay um mich dort mit vincent zu treffen. gemeinsam fuhren wir zu den iguazu faellen und blieben anschliessend eine woche bei meiner gast familie, bevor es weiter nach bolivien ging.
in bolivien haben wir und mit 4 leuten fuer 4 tage einen jeep samt fahrer und koch gemietet und sind durch die spektakulaerste landschaft gefahren, die ich je in meinem leben gesehen habe. zuerst ging es durch eine auf ca 5000 meter gelegene vulkanlandschaft, in der ich dann auch prompt hoehenkrank wurde, dank einer alten quechua frau, die mir einen pupusatee(eine pflanze, die nur ueber 2000 metern waechst) kochte wurde ich jedoch vor den ueblichen chemiekloppern bewahrt, bei denen unfruchtbarkeit und kurzsichtigkeit nur eine der vielen, moeglichen nebenwirkung sind. am naechsten tag ging es dann mit einer fitten claudia und einem krankelden vincent vorbei an turkisblauen lagunen und jede menge flamingos. dank etlicher autopannen waren wir immer die letzten und dadurch zumeist alleine unterwegs (waerend die anderen jeeps schon laengst ueber alle berge waren) . den letzten tag besichtigten wir die salar de uyuni, ein riesiges, kilometerweites salzfeld. in uyuni, angekommen nahmen wir einen bus nach potosi.
potosi schockt in jeder hinsicht! zum einen ist es die hoechste stadt der welt und auf ueber 4000 metern faellt das atmen deutlich schwerer, zum anderensteht im hintergrund der stadt der riesige cerro rico( reiche berg) der dank seiner tausenden silberminen seit 2000 jahren zahlreichen minenarbeitern den tod gebracht hat. bis heute arbeiten ueber 2000 minenarbeiter tagtaeglich unter den gleichen bedingungen wie vor hundert jahren in dem berg. viele von ihnen sterben nach 15 jahren arbeit an einer staublunge, kaum einer wird ueber 35 jahre, von der kinderarbeit ganz zu schweigen. der berg der die maenner frisst, wird er bei den einheimischen genannt.
am zweiten tag fuhren wir gemeinsam mit einem ehemaligen bergarbeiter und einer menge kokablaetter, alkohol und dynamit( ueberall in der stadt frei erhaeltlich)als geschenke fuer die bergarbeiter zu den minen. allerdings wurde mir schon nach einigen metern in den engen, dunklen unbeluefteten schaechten so uebel, dass ich wieder rausmusste. vincent machte die ganze tour, ueber wackelige leiter in engen schaechten, mitten im berg.
nach vier tagen fuhren wir weiter nach sucre und hier sind wir nun.