airesbuenos arbeit

21 01 2010

canopy..mit seil-durch-regenwald-rutschen :)

canopy..mit seil-durch-regenwald-rutschen 🙂

cesar der freund meines chefs (dieses foto kommt auf speziellen wunsch:))

cesar der freund meines chefs (dieses foto kommt auf speziellen wunsch:))

fischmarkt von valdivia

fischmarkt von valdivia

nachem rudern, mit traumsonnenuntergang

nachem rudern, mit traumsonnenuntergang
mein ruderteam:)einer fehlt auf dem bild

mein ruderteam:)einer fehlt auf dem bild

diesmal kommt statt eines reiseberichts ein aufenthaltsbericht. seit 3 januar habe ich hostel airesbuenos in valdivia meine arbeit aufgenommen. montag bis sonntags arbeite ich hier von 16h bis 24h und sonntag von 8h bis 16h. die nachmittaglichen aufegaben bestehen im prinzip daraus ein paar reservierungen entgegenzunehmen und dafuer zu sorgen, dass die gaeste sich wohl fühlen und die infos bekommen die sie haben wollen, also recht beschaulich. bringt aber ne menge spass. sonntag ist dann arbeit angesagt. die vormittagsschicht ist immer recht anstrengend. betten beziehen, putzen, abrechnen.

wöchentlich habe ich einen freien tag, den normalerweise damit verbringe die nahegelegenen nationalparks zu erkunden. zumindest solange das wetter mitspielt, denn ich habe mir als alte hamburgerin natürlich instingtiv die stadt mit dem meisten niederschlags in ganz chile ausgesucht. aber so langsam ist auch bei uns der sommer eingekehrt und so habe ich letzten freitag einen wunderschönen ausflug in einen nahegelegenen kústenregenwald gemacht. gemeinsam mit einem mädel aus dem hostel. leider hatten wir nach 4 stunden den rundweg beendet, wunderschón durch den regenwald mit ausblicken auf die nahe gelegen vulkane und den pazifik. unser bus fuhr allerding erst später am abend, also schauten wir uns nach einem weiteren weg um und stossen bei unserer suche auf die möglichkeit canopy zumachen. da mein wissen in neuartigen tourisportarten noch nicht so gediegen ist dachte ich , dass das conoe heissen sollte, also kanu und man sich sicherlich verschrieben hatte. hatte man aber nicht und so fanden wir uns eine halbe stunde spaeter in kletterausrüstung wieder, startklar um an einem seil durch die kronen des regenwaldes zu brausen. 60 meter höhe, bis zu 35 km/H und jede menge spass!!

ansonsten habe ich ein neues hobby: ich gehe jeden morgen und an freien tagen abends (daher das foto) zum rudern auf dem rio valdivia. gemeinsam mit einer ca 50 jährigen amerikanerin, die sich hier vor einigen jahren ein ökohüttchen gebaut hat. ausser meinen anfánglichen technischen schwierigkeiten kamen da auch noch einige sprachbarrieren dazu, denn wenn ich auch normalerweise keinproblem mit der spanischen sprache habe so bereitete mir das ruderfachchinesich(was ich ja nochnichtmal auf deutsch behersche) doch einige schwiereigkeiten.deswegen habe ich seit der zweiten stunde meinen eigenen(!) trainer hinter mir sitzen, der alles was der haupttrainer sagt in exakt der gleichen wortahl und geschwindigkeit wiederholt. mit dem erfolg , dass ich nach zweimaligen nachfragen einfach so tue als hätte ich alles verstanden, ein allwissendes „ah sii“ von mir gebe und gucke was die anderen machen.

nach dem rudern schlendere ich meist beim fischmarkt vorbei, bei dem immer eine horde seelówen auf fischköpfe wartet und  der auch ähnlich wie unser fischmarkt alles ausserfischlige verkauft. mittags essen wir dann meist zusammen , mit meinem chef seinem freund und der frau von der frühschicht und um vier beginnt dann meine arbeit.



chile

15 01 2010
sylvester

sylvester

kind in santiago

kind in santiago

sylvester

sylvester

santiago von oben

santiago von oben

ersteinmal auch von mir noch etwas verspaetet ein frohes neues jahr!

ich habe das neue jahr in chile begonnen. kurz nach weihnachten bin ich in bariloche in bus gestiegen und hab mich auf den weg nach valdivia/chile gemacht.

wie bereits beschrieben ist argentinien ja im vergleich zu den meisten suedamerikanischen laendern ein land mit sehr westlichen tendenzen was den wirtschaftlichen fortschritt angeht. chile ueberbietet dies jedoch noch. chile hat sich in den letzten jahren viel verändert. momentan hat chile eine frau an der spitze michelle bachelet (leider nur noch 4 tage, denn diesen sonntag sind wahlen), die so vollkommen untypisch fuer die suedamerkanische kultur ist. erstens die tatsache das sie eine frau ist,in einem männerdominierten kontinent, zweitens alleinerziehend ebenfalls nicht gerade typisch fuer ein land was erst seit 2003 die scheidung legalisiert hat.

jedoch verkoerpert diese frau, die der sozialistischen partei angehoert, was chile in den letzten jahren geworden ist: ein land mit liberaler denkweise und einer vergleichsweise fortschrittlichen demokratie. die wirtschaft boomt und hat chile sogar in die oecd katapultiert (erst seit einer woche). aber natuerlich hat der wirtschaftliche aufschwung seine schattenseiten, so ist das thema umweltschutz eher klein geschrieben und die natur wird ganz schamlos ausgebäutet (minen und rieseige tagebaus) und verschmutzt (luftverschmutzung, verschmutzung der gewaesser durch industrie, und lachszucht). mit der umweltzerstoerung wird auch gleichzeitig der lebensraum der hier lebenden mapuche und anderen indigenen staemmen zerstoert.soviel zunaechst zu chile.

fuer mich hat das neue jahr etwas anders angefangen als geplant. anstatt weiter richtung in norden zu reisen, arbeite ich im moment in einem hostel in valdivia, mittelchile. alles hat mit einem recht kurzen aufenthalt in valdivia kurz nach weihnachten begonnen. ich habe mich in dieser stadt und diesem hostel so wohl gefuehlt, dass ich lust hatte laenger zubleiben und tatsächlich brauchten sie genau fuer den januar noch eine arbeitskraft.

da ich fúr sylvester aber doch etwas mehr leute um mich haben wollte , fuhr ich kurzer hand nach santiago (1000km nördlich von valdivia). eigentlich war der plan nach valparaiso zufahren und gemeinsam mit einer reisebekanntschaft mir das grösste feuerwerk südamerikas anzuschauen. nun kann man sich aber vorstellen, dass ich nicht die einzige mit dieser idee waren und so waren bereits im vorraus alle bus tickets (und die busse fahren alle 10 minuten) ausverkauft.

so blieb mir also nichts anderes als in santiago zu bleiben was sich aber als mindestens genausoschön herausstellte. bereits am sylvestervorabend besuchten wir, eine gruppe von 8 leuten aus verschiedenen erdteilen (und zwei deutschen waldorfschuelern:)) ein riesiges konzert, el concierto por la paz, konzer fúr den frieden, da der weltfriedensmarsch, dessen existens mir bisher ehrlich gestanden unbekannt war, gerade in chile angekommen war.

mit dieser 8er gruppe verbrachte ich dann letzendlich auch einen wunderbaren sylvesterabend. wir kochten zu erst gemeinsam (ganz spektakuläre spaghetti mit noch spektakulärerer fertigtomatensosse, da wir uns leider nicht im bewusstsein waren, das der supermarkt sylvester schon etwas frueher schliesst:))und anschliessend gingen wir, wie zehntausende santaguitos auf die gesperrte hauptavenida um das neue jahr mit einem riesigen, von der stadt veranstalteten feuerwerk zubegrüssen. die ganze zeremonie glich einem riesen karneval und nach spätestestens 10 minuten waren wir alle über und über mit konfetti und schaum übersät.

am neujahrtag, man höre und staune zogen wir trotz einiger katerlicher beschwerden ein straffes (ok, sagen wir einigermassenstraffes) programm durch. so fuhren wir erneut auf einen aussichtsberg. von dort aus hatte man eine spektakuläre sicht auf diese unglaubliche riesenmetropole, allerdings hatte man auch eine etwas unschöne sicht auf diese riesen smokglocke die ueber ganz santiago hängt und grund für eine ständig kratzenden hals ist. am nachmittag besuchten wir das haus von pablo neruda (chilenischer dichter und nobelpreisträger) ebenfalls sehr interressant.

am 2.januar fuhr ich mit dem nachtbus zurueck nach valdivia. seit dem arbeite ich täglich von 16h-24h im hostel, nehme reservierungen entgegen, mache etwas buchhaltung, empfange gäste und ab jede menge zeit:)ich habe inzwischen auch ein neues hobby gefunden, ich geh jetzt jeden vormittag fleissig rudern (mein trainer ist der chilenische rudermeister, weis aber erst seit heute:)). an meinen freien tagen( jewils einer pro woche) erkunde ich die umgebung und die wunderschönen nationalparks.

anfang februar gehts dann weiter richtung norden, zurueck nach argentinien, wo meine alleinige reise ein ende haben wird, denn in salta (nordargentinien) bekomme ich besuch aus deutschland, vincent fährt in drei wochen nach südamerika und wir werden gemeinsam bolivien, peru und equador erkunden:)