28 12 2009
aussicht von bariloche aus

aussicht von bariloche aus

es ist weihnachten und bevor alle im weihnachtlichen braten und kerzenrausch sind hier noch schnell ein bericht der letzten zwei wochen.

ja es sind wirklich schon wieder zwei wochen um. gemeinsam mit sierra fuhr ich also ungefähr vor zwei wochen in mendoza los, wie mmer mit einem bestens ausgestatteten bus (die busse hier sind echt nobel!!) nach circa zwei stunden bemerkte ich meinen grössten fehler: ich hatte meinen schlafsack aus versehen im grossen rucksack im gepäckfach gelassen und da die busunternehmen sich allergösste mühe geben, einem auch im sommer das gefúhl von sibirischen winter zugeben, nahm ich all meinem mut zusammen und fragte ob es denn móglich sei meinen schlafsack aus dem gepäckfach zuholen . es war glücklicherweise möglich und so hatte ich am ende doch noch eine angenehme nacht.

gegen 8h kam ich in neuquen an. neuquen muss einem jetzt nicht direkt etwas sagen, es ist eine stadt mitten in der pampa. aufgrund des rauhen windes wáchst hier kaum ein baum und man kann kilometerweit schauen. aber neuquen hat zwei baechtliche dinge aufzuweisen, zum einen eine ölproduktion, die immerhin 37% der gesamten argentinischen ölförderung ausmachen- und zugegeben auch wenn man natürlich sofort an die umweltbelastungen denken muss-im rauhen patagonien sehen selbst doe ölpumpen am horizont romantisch aus. und die zweite beachtliche sache: in neuquen wurden und werden auch immernoch dinosaurierknochen gefunden. für mich hat die stadt noch eine dritte besonderheit: sie ist mein erster couchsurfingversuch, der, wie ich im nachhinein sagen kann mehr als gut geklappt hat. ich habe bei einem unglaublich netten pärchen gewohnt, habe mit ihnen mate am wunderschönen rio negro getrunken und habe die dinosurierausgrabungsstätten besucht.

nach drei tagen ging es dann weiter nach bariloche, weitere 6 stunden gen süden, also ein katzensprung verglichen mit den bisherigen distanzen. die landschaft der busfahrt war sehr beeindruckend, stundenlang nichts als schier endlose weite und nach circa 4 stunden die ersten berge am horizont.

als ich schlisslich in bariloche ankam traute ich meinen augen nicht ganz_ das sah nicht aus wie argentinien, das sah aus wie die schweiz, schneebedeckte berge ( ok die sind etwas höher als in der schweiz) und davor holzblockhütten und hotels mit namen wie tirol oder edelweiss. nun ja, hier verbringt argentiniens oberschicht also ihren urlaub.

zum glück verlief ich mich gleich am zweiten tag gewaltig, sodass ich etwas von bariloches hinterland sah und feststellte, dass der schein trügt. kaum verlässt man die gepflegte touripromenade beginnt ein schier endlos wirkendes wirrwar aus einfachen hütten zwischen denen die hunde im müll nach essbaren suchen und irgendwie ist dieses bariloche, so eigenartig es auch ist sehr typisch fúr argentinien:eine wunderschöne landschaft und eine stadt die durch pompöse tourismuszonen versucht die armut zu vertuschen.

an meinem zweiten tag sass ich morgens allein am frühstücksstisch im hostel, als sich erst zwei frauen und dann noch ein pärchen zu mir gesellte und sich herausstellte, dass alle aus hamburg kamen.die zwei frauen, beide anfang dreissig fragten mich ob ich nicht lust hätte ein auto zumieten und eine viertagestour durch den nationalpark zumachen- und klar hatte ich lust. so sassen wir1.5 stunden später in einem kleinem roten vw gol (nein, da war nicht das „l“ abgefallen, sondern das auto hiess wirklich so und war eine sparvariante des golf) in richtung nationalpark.

dort verbrachten wir vier wunderschöne fast tourismusfreie tage(bis auf uns, die wir ja selber touris sind). wir liehen uns von unserer herbergsfrau ein boot und schipperten etwas auf einem der vielen türkisblauen seen, bestiegen den vulkan lanin (ok nicht ganz, aber immerhin bis zur scheegrenze) und wanderten durch beeinfruckende w´lder mit mammutbäumen und patagonientannen. (patagonientannen sind diese merkwürdigen tannenbäume, die ihre dicken nadeln direkt am stamm haben, sieht man in deutschland manchmal in spiessigen vorgärten. am letzten tag unserer tour hatten wir die spontane idee nach chile ‚rúberzufahren, da wir schon ganz in der nähe waren. gesagt getan..auf der argentnischen seite war alles leicht, ausreisestempel und ein freundliches „hasta luego“ bis bald…auf der chilenischen seite waren die leute dann plötzlich nicht mehr ganz so freundlich und als wir nachfragten was los sei sagte man uns das der grenzübergang in einer halben stunde schliesse, nun ja das wussten wir nicht. als das ganze prozere durch war( wir dachten zumindest es wäre durch) brausten wir auf die chilenische seite, die natürlich genauso aussah wie die argentinische.also wir dann, wie gesagt eine halbe stunde später zurück wollten, stellten wir fest das wir unser gepäck hätten durchleuchten lassen müssen und das wir so eigentlich nicht wieder einreisen könnten. und das alles aus einer, zugegeben sehr blöden idee heraus. am ende regelte tina, eine der beiden frauen und journalistin, mit ihrem diplomatischen können die situation und wir konnten wieder einreisen. eines haben wir gelernt- mit grenzposten ist nicht zu scherzen!

die letzten zwei tage verbrachte ich in el bolson einer kleinen entspannten stadt in der náhe von bariloche, die eine extra Öko-stadtverwaltung und eine menge biobauernhöfe hat.

inzwischen bin ich zurück in bariloche und werd in meinem kleinen netten hostel weihnachten feiern, wir haben sogar schon glühwein gemacht:) in diesem sinne: „feliz navidad“

meine couchsurferleute, in der náhe der dinoknochenausgrabungsstätte

meine couchsurferleute, in der náhe der dinoknochenausgrabungsstätte

vulkan lanin

vulkan lanin



hinauf zum hoechsten aller berge

10 12 2009
mit felix an der puente de inca,er war den ersten tag unserer wanderung dabei

mit felix an der puente de inca,er war den ersten tag unserer wanderung dabei

beim basislager

beim basislager

der aconcagua(fast 7000m hoch)

der aconcagua(fast 7000m hoch)

sierra und ich
sierra und ich

der letzte tag in mendoza ist gekommen, heute nacht geht es weiter nach neuquen richtung sueden…

die letzten drei tage habe ich in den anden verbracht. die ganze geschichte fing auf einer fahhradtour von weingut zu weingut an. eigentlich sollte diese fahrradtour in einer gruppe mit einem guide stattfinden. nun bin ich kein sonderlicher fan solcher gruppenunternehmungen aber die weingueter mendozas wollte ich mir nicht entgehen lassen.

als ich jedoch in dem weinanbaugebiet ankam war da weder ein guide noch eine gruppe. lediglich eine landkarte ein fahhrad und ich.so fuhr ich alleine zum ersten weingut. dort angekommen traf ich auf ein maedchen dem es genauso ergangen war wie mir und so beschlossen wir gemeinsam die weingueter zu erkunden und wein zuprobieren, vier auf jedem weingut,das der rueckweg dementsprechen schwieriger war als der hinweg, brauch ich nicht zuerwahnen.

nun aber zurueck zur andentour, auf  der fahrradtour stellte sich heraus das dieses maedchen, sierra aus washington(allerdings perfekt spanisch sprechend) ein zelt besitzt und gerne etwaqs in die anden gehen wuerde. gesagt getan zwei tage spaeter sassen wir im bus richtung anconcagua, der hoechste berg amerikas und der hoechste berg nach dem himalaya, mit zwei grossen rucksaecken und dert idee irgendwo am fusse zuwandern. wirkliche informationen zu dem gebiet waren in mendoza leider nicht zubekommen.

wie fuhren circa vier stunden in richtung chile. mit jedenm meter den wir hoeher fuhren wurde die landschaft karger und  die schneebedekten berge naeher.

am aconcagua park angekommen, mussten wir zunaechst 45 euro fuer eine parklizens fuer drei tage bezahlen. im nachh¡inein kann ich sagen, dass sich jeder euro gelohnt hat.

das gelaende war allerdings um einiges haerter als gedacht. und auch das atmen faellt in einer hoehe von 3000 metern sichtlich schwerer.am ersten tag wanderten wir zu einem basislager welches auf 3400m lag. umgeben von reinhold messners, alle von obenm bis unten mit all dem ausgeruestet was ein globetrotterprofishop so hergibt, bauten wir unser mittelklassigen zelt auf und fielen auch sonst durch unsere eher normale kleidung auf. aber wir hatten ja auch nicht vor den aconcagua selber zubesteigen.am abend sowie am naechsten morgen wurden wir medizinisch durchgecheckt um zu sehen ob unser koerper in der lage war noch hoeher zusteigen. er war in der lage und so erklommen wir am naechsten tag witere 1000 meter im schneckentempo und mit sichtlichen atemproblem. und das nicht nur weil die landschaft einfach atemberaubend war sonder weil der sauerstoff gehalt in unserem blut langsam knapper wurde.

aber wie bereits beschrieben haben sich alle muehen gelohnt , denn es ist ein einmaliges erlebnis in solchen hoehengraden zuwander ,wo es nur noch schroffe felsen gibt und die vegetation ein ende hat.



schmuggler, che guevara und hippies

3 12 2009

lang lang ists her seit dem letzten eintrag und ich bin inzwischen in mendoza…

aber alles der reihe nach..vor zwei wochen war mein geburtstag(vielen lieben dank fuer die lieben mail, ich hab aufgrund des fehlemnnden internets leider bis jetzt noch keine beantwortet) und ich habe das erste mal meinen geburtstag in einer affenhitze an einem see verbracht. ich bin morgens gemeinsam mit einer freundin zum lago ypacari gefahren. dort haben wir dann in schatten einer baeume einen wunderschoenen tag verbracht. wegen der hitze fr WIR an verschieden haeusern nach wasser. fast alle dieser hauser beziehen ihr wasser aus eigenen tiefbrunnen. eins dieser haeuser hatte offenar vekeimtes wasser, auf jeden fall lag ich den dnnerstag komplett mit bauchkraempfen im bett.

freitag war ich dank einer ueberdosis paracetamol (das mittel gegen ALLES hier) wieder fit. und so fuhren mein gastbruder und ich morgens los um ordentlich einzukaufen, denn am abend sollte meine geburtstagsparty starten.die feier an sich war sehr schoen, alle nachbarn waren da und ein paar alte freunde aus luque und wir feierten bis in die morgenstunden:)

nun ja die letzten tage in paraguay verbrachte ich damit in luque rumzufahren und mich von allen zuverabschieden

am mittwoch morgen fuhr ich mit dem bus in richtung cordoba (argentinien) los. der bus war noch nicht mal losgefahren, da wurde ich schon zum terere eingeladen und mit der aktuellen tageszeitung versorgt (das sind so die voerteile des alleinreisens:)) meine reisebegleiter arbeiteten, wie sich im laufe der fahrt herausstllte beide in formaosa (einer stadt in arg. ca 150km von der granze entfernt)als—ja als was arbeitet ein paraguayer in argentinien….als einkaeufer und transporteur von sachen aller art, kurz als schmuggler.denn das einzige, so erzaehlt mir der eine mit leuchtenden augen,  was an diesem geschaeft legal ueber die grenze gelangt sind meine zwei begleiter. die waren gelangen ueber anderenm wege nach paraguay.

naja nun weis man das schmuggler in paraguay kein seltener beruf ist  und so bekamen wir kurz vor der grenze jeder eine nagelneue thermoskanne „geschenkt“. als die zollbeamten dann den bus durchsuchten, fanden sie ca 30 nett laechelnde fahrgaeste vor, jeweils mit einer leuchtend roten thermo…was will man da machen? kurz nach der grenze wurden die thermos dann wieder zurueck an seinen besitzer gegeben.soviel zum thema steuerhinterzihung auf paraguayische art.

nun zu cordoba und zu meinem ersten wirklichen hostelerfahrungen.ich teilte mir das zimmer mit zwei jungs, einem tiroler tennislehrer und einem australier, jon, der  als pressesprecher fuer die gruenen in australien arbeitet. das komplette hostel ist wie eine grosse wg, es wird fast ausschliesslich spanisch geredet und abends ist immer high life, man ist zusammen, trinkt zusammen:)und feiert zusammen.

cordoba an sich ist eine recht europaeisch anmutende stadt, allerdings suche ich immer noch nach dem grund warum cordoba als kulturhauptstadt gekroent wurde.

die letzten tage in cordaoba brachten mich ungewollt auf die spuren che guevaras (der einige zeit in der naehe cordobas gelebt hat) sonntag abend schauten wir gemeinsam dem film „das tagebuch des jungen che“ ich kenne den film zwar schon aber finde ihn immer wieder aufs neue sehr schoen. am montag wollte ich dann eigentlich nach mendoza aufbrechen, traf beim fruehstueck aber auf eine franzoesin, die mich fragt ob wir nich gemeinsam nach alta gracia fahren wollten und uns das haus che’s, welches inzweischen ein museum ist, angucken wollen.da ich hier ja komplett frei mit meiner zeit bin sagte ich zu.als wir dort ankamen stellten wir fets dass das museum erst in zwei stunden oeffnen wueder. so schlenderten wir etwas durch das doerfchen und fanden ein kleines cafe und da wir die einzigen waren kamen wir schnell ins gespraech mit dem besitzer. ein wie wir spaeter feststellten recht bekannter dichter der zehn jahre in cuba gelebt hat und nun seine mutter in alta gracia versirgt. und  er war ein guter freund de reisebegleiters che’s. alle die den film gesehen haben wissen wer das ist;) das museum war wider erwarten sehr ineressant und ich bin froh meinen cordoba aufenthalt ein bisschen verlaengert zuhaben.

am naechsten ag fuhr ich dann jedoch immer noch nicht nach mendoza sondern fuehr ebenfalls gemeinsam mit der franzoesin nach san marco, einer art oeko-hippie komune. auf dem weg dorthin trafen wir einen mann der uns die adresse seines freundes in sn marco gab und so verbrachten wir eine nacht in einem sehr freaken haus mit einer menge leute(alles jungs oder maenner, dementspreched sah das auch aus:))die teilweise schon seit zehn jahren am herumreisen sind und sich das geld mit dem verkauf von schmuck verdienen andere die in san marco kleine felder bestellen und honig produzieren..alles in allem ein sehr interesantes dorf.



1 12 2009

nur ganz schnell eine kleine vertroestung der naechste bericht kommt gaaaaanz bald versprochen:)!!!